Die Geschichte der Quiche Lorraine ist faszinierend und vielseitig. Die ältesten Rezepte stammen aus dem 16. Jahrhundert, als die Quiche mit Brotteig zubereitet wurde.
Warum in Frankreich im August alles stillsteht – und was wir uns davon abschauen dürfen
Über die Kunst, einfach mal nichts zu tun – und warum ein gutes Baguette manchmal die halbe Miete ist.
Stell dir vor, du läufst durch eine französische Kleinstadt. Es ist Anfang August, die Sonne steht hoch, und an fast jeder zweiten Tür klebt ein handgeschriebener Zettel: „Fermeture annuelle". Die Boulangerie: zu. Der kleine Käseladen an der Ecke: zu. Selbst der Metzger, bei dem man sonst nur mit Termin ein gutes Stück Fleisch bekommt: zu.
Willkommen im französischen August. Willkommen bei den grandes vacances.
Ein ganzes Land macht Pause
Was für uns in Deutschland manchmal fast unvorstellbar ist, gehört in Frankreich seit Generationen einfach dazu: Im August wird nicht gearbeitet, sondern gelebt. Ganze Familien packen das Auto voll, fahren ans Meer oder in die Berge, und der Rest – Termine, To-do-Listen, das ewige „Ich muss noch schnell" – darf warten. Punkt.
Die Franzosen haben dafür sogar ein eigenes Wort, das sich kaum übersetzen lässt: le farniente. Das süße Nichtstun. Nicht faul, nicht schlecht organisiert – sondern ganz bewusst. Ein Nachmittag auf der Terrasse, ohne Ziel. Ein langes Mittagessen, das in den frühen Abend übergeht. Ein Glas Rosé, das man nicht austrinkt, um irgendwo hinzukommen, sondern einfach, weil es gerade schön ist.
Und wir? Wir hetzen.
Wir haben ehrlich gesagt oft ein bisschen Respekt vor dieser Gelassenheit. Bei uns steckt der Sommer viel zu häufig zwischen zwei Terminen. Man gönnt sich ein schönes Essen – und schaut nebenbei aufs Handy. Man sitzt draußen – und denkt schon an morgen.
Dabei muss so ein französischer Sommermoment gar nicht kompliziert sein. Im Gegenteil: Das Schöne an der französischen Art ist ja, dass sie so wunderbar unaufgeregt daherkommt.
Der kleine Genuss zwischendurch – ganz ohne Aufwand
Ein französischer Nachmittag braucht keine große Küche und keine stundenlange Vorbereitung...
ein frisches Baguette oder ein paar knusprige Scrocchi
ein Glas kühlen Rosé oder einen Crémant
ein, zwei unserer Pâtés oder Crèmes, aus dem Kühlschrank direkt auf den Tisch
vielleicht ein paar Cornichons dazu
und – das ist das Wichtigste – Zeit, die niemand einfordert
Das ist im Grunde schon das ganze Geheimnis. Aufmachen, aufs Brot streichen, hinsetzen, Augen zu, tief durchatmen. Voilà. Fünf Minuten Frankreich, mitten im Saarland.
Genau dafür machen wir das, was wir machen. Unsere Pâtés und Crèmes sind kein Sonntagsgeschirr, das man erst zu besonderen Anlässen herausholt. Sie sind für den ganz normalen Dienstagabend gedacht, an dem man beschließt, dass Feierabend auch mal wirklich Feierabend sein darf.
Ein bisschen mehr August wagen
Man muss nicht gleich den ganzen Laden für vier Wochen dichtmachen (auch wenn der Gedanke reizvoll ist 😉). Aber vielleicht kann man sich diesen Sommer ein kleines Stück französische Lebensart erlauben:
Handy weglegen. Ein gutes Glas einschenken. Etwas Feines aufs Brot streichen. Und für einen Moment einfach mal nichts – aber so richtig nichts – tun müssen.
Die Boulangerie öffnet ja im September wieder. Bis dahin: genießt den August, so wie ihn die Franzosen genießen.
Profitez bien de l'été!











